Antike-Welt

Die Antike Welt beginnt mit der Verwendung der Schrift im Altertum vor ca. 5000 Jahren und reicht bis ins frühe Mittelalter. Der Zeitraum der klassischen Antike wird von den meisten Historikern von 800 v. Chr. bis 600 n. Chr. angesehen. Ihren Beginn markierten die Heldenepen Illias und Odyssee des griechischen Autors Homer, ihr Ende die Vertreibung des letzten römischen Kaisers Romulus Augustus (Augustulus) durch Odoakar, einen weströmischen Offizier germanischer Herkunft 476 n.Chr.

Die Antike war eine Zeit gewaltiger Veränderungen, besonders im Gebiet des Mittelmeerraums.

Antike Welt - Aufstieg und Ausbreitung Griechenlands

In Griechenland entstand aus anfänglich kleinen Stadtstaaten, die sich gegenseitig bekämpften und wechselnde Bündnisse eingingen, ein einheitlicher Staat, der die mehrfach einfallenden Perser besiegte und innerhalb weniger Jahrhunderte beinahe sämtliche Mittelmeerländer kolonialisierte. Die gesamte Schwarzmeerküste war von Griechen besiedelt, die Küste Kleinasiens, ebenso Süditalien, Sizilien, ein Teil von Südfrankreich und Orte der spanischen Ostküste. In Nordafrika, im Osten des heutigen Libyens, entstanden blühende griechische Städte, wie Euhesperides, Apollonia und Kyrene. Griechische Lebensart und griechische Kultur wurden genauso exportiert, wie alles Wissen, das in dem jungen, kraftvollen und schließlich demokratischen Staat, hervorgebracht wurde.

Antike Welt - Aufstieg und Ausdehnung Roms

Zwischen dem 5. und 3. Jh. v. Chr., sicherte sich Rom nach Kämpfen mit Etruskern, Kelten, verschiedenen Stämmen des Landes und dem griechischen Tarent, die Herrschaft in Italien und wurde mit seinen Siegen über Karthago die vorherrschende Macht im westlichen Mittelmeer. Innenpolitisch vollzog sich ein Wandel vom Königtum über die Republik, bis zu einem Reich, das im Anschluss daran, jahrhundertelang von Kaisern beherrscht wurde. Während der Republik, die nie so demokratisch war, wie Griechenland, setzte sich die herrschende Schicht aus den Kreisen der Adeligen, den Patritziern, zusammen, erst wesentlich später und nach verschiedenen Gesetzesänderungen, fanden auch Plebejer zu den Regierungsgeschäften Zutritt.

Rom dehnte sich aus. Die Inseln Sizilien, Korsika und Sardinien kamen nach den punischen Kriegen dazu, ebenso die karthagischen Gebiete in Spanien und Teile von Nordafrika. Rom war unumstrittene Seemacht und machte sich auf den Weg nach Osten. Makedonien und das Seleukidenreich fielen und Griechenland musste die Vormachtstellung Roms anerkennen. In der Kaiserzeit hatte das Römische Reich seine größte Ausdehnung.

Die Antike Welt – Ägypten

Die Antike Welt Ägyptens hatte seine Blütezeit schon lange vor Rom und Athen. Bereits 3000 Jahre vor unserer Zeitrechnung war es ein hochentwickelter Staat mit einem König an der Spitze. Hieroglyphenschrift und Kalender existierten.

Eingeteilt wird die ägyptische Geschichte in vier große Epochen:

Die Antike Welt Ägyptens brachte in 3000 Jahren eine Vielzahl überragender Pharaonen, Priester, Künstler und Bauherren hervor, die dem durchorganisierten, fruchtbaren Land am Nil, eine einzigartige Stellung in der damaligen Zeit und einen bedeutenden Platz in der Geschichte sicherten. Monumentale Bauwerke, reich geschmückte Tempelanlagen, Gräber und vor allem die Pyramiden, suchen ihresgleichen in der Welt. Die Hieroglyphenschrift und ihre kursive Variante, die hieratische Schrift, sind nicht nur ein Zeugnis der frühen, hohen Entwicklung, sondern ermöglichen Forschern tiefe Einblicke in politisches, religiöses, kulturelles und wirtschaftliches Leben. Der hohe Stand der Kunst zeigt sich an den Schätzen, die als Grabbeigaben den Verstorbenen mitgegeben wurden. Auf allen Gebieten war das Kunsthandwerk von außerordentlicher, bemerkenswerter Qualität. Die letzte Pharaonin war Kleopatra, die Tochter von Ptolemaios dem XII, Geliebte von Caesar und Marcus Antonius. Sie konnte sich nicht gegen die Weltmacht Rom durchsetzen und beendete ihr Leben gemeinsam mit Marc Anton 30 v. Chr.

Griechenland wurde von Ägypten beeinflusst, Rom von Griechenland und von Rom wurde das Wissen über die Alpen in die nördlichen Provinzen getragen.

Antike Welt - geistiges Erbe

Die Größe von Epochen wird nur teilweise an der geographischen Ausdehnung der Länder bemessen. Bedeutsamer ist ihre geistige Hinterlassenschaft und die hat im Falle von Ägypten, Rom und Athen, Auswirkungen bis heute. Das historisch kulturelle Erbe des modernen Europas liegt im überlieferten Wertesystem der Philosophen und Staatsmänner der Antike. Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Humanität und Erkenntnisdrang, sind Begriffe aus dieser Periode, auf die Europa aufbauen konnte. Die Kunst der Antike war in allen Bereichen hochstehend. Architektur, bildende Kunst, Theaterkunst, Geschichtsschreibung, Sprache, Schrift und Wissenschaften beeinflussten Geschmack und Denkweise nachfolgender Völker.

Die noch erhaltenen Bauwerke, Skulpturen oder Malereien, locken Bewunderer aus aller Welt in Museen und an Originalschauplätze.

Antike Welt im Museumshop

Wir wollen an die Antike Welt erinnern, sie unseren Kunden nahe bringen und erlebbar machen, da unsere Kultur aus diesem Reichtum hervorgegangen ist.

Das römische Heer gab mit der Überquerung der Alpen erste Impulse. Jahrhunderte später, als Napoleon Krieg in Ägypten führte und Männer wie Heinrich Schliemann im 19. Jahrhundert aufbrachen und anfingen, in der Erde zu buddeln um zu beweisen, dass manche Geschichten eben doch nicht nur Märchen waren, kam es darüber zu einem wahren Begeisterungssturm in europäischen Ländern. Die Antike Welt wurde interessant wie nie zuvor.

Unsere Suche nach Motiven ist immer wieder erfolgreich, denn die Antike Welt war reich an Kunstschätzen, die es wert sind, nachgearbeitet zu werden. Fast unerschöpflich sind die Papyri der alten Ägypter, ihre Figuren aus Holz, Ton oder Bronze, der Schmuck, der von Frauen getragen wurde oder die vielen und wunderschönen Göttergestalten. Griechische und römische Skulpturen von Philosophen und Kaisern, sowie ihren Göttern aus der vorchristlichen Zeit sind ebenso interessant, wie Repliken von Kochgeschirr, Amphoren, Gläsern oder Stoffen. Freude am Betrachten der Kunstwerke, die Beschäftigung mit Herkunft und Entstehung sowie Interesse an der Geschichte der Antike sind eine Bereicherung für jeden, der sich Zeit für einen kleinen Rückblick nimmt.

Erkunden Sie gemeinsam mit uns die wunderbare Welt der Antike und die Kunstwerke, die sie uns hinterlassen hat!

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